Geholfen haben Kostensenkungen, der Konzern konnte aber auch höhere Preise durchsetzen. Aufgrund niedriger Treibstoffkosten und höherer Löhne sind die Raucher wieder bereit, mehr Geld für Zigaretten auszugeben.

 

Alle Sparten haben besser abgeschnitten

Selbst bei den Rauchwaren lag der Umsatz mit 11,25 Mrd $ leicht über dem Vorjahresniveau. Der Absatz schrumpfte dagegen um 2,1% auf 61 Mrd Zigaretten, im 2. Quartal sogar um 5% auf 31,5 Mrd. Dank der Preiserhöhungen hat sich aber die operative Marge in beiden Zeiträumen deutlich verbessert. Der US-Marktanteil der Kernmarke Marlboro lag stabil bei 44%.

 

Wachstums- und Ergebnistreiber Nummer 1 waren die rauchfreien Produkte

Die rauchfreien Produkte hatten einen Zuwachs von 10% auf 1 Mrd $. Die operative Marge erreichte satte 62%. Das weniger bedeutende Geschäft mit Wein wuchs um 7,1% auf 316 Mio $. Die Jahresprognose wurde angehoben. Altria erwartet jetzt einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn von 3,01 bis 3,07 $ pro Aktie. Den tatsächlichen Gewinn schätzen wir auf 3 $ pro Aktie. Nicht berücksichtigt sind 3 Mrd $ vor Steuern, die Altria als Aktionär von SABMiller erhält, wenn die Übernahme durch InBev zustande kommt.
Auch an dem neuen Konzern wird Altria zu 10,5% beteiligt sein. Wie die Absatzentwicklung gezeigt hat, sind die Aussichten für herkömmliche Zigaretten nicht gerade rosig. Um die langfristig erwarteten Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu kompensieren, wird Altria noch mehr in das Geschäft mit rauchfreien Produkten investieren. Altria bleibt ein Kerninvestment in GELFARTH SELECT STRATEGY ZERTIFIKAT (WKN: UBS1FP). Analyse: Volker Gelfarth, im August 2016.