Montag, 17. Juli 2017

IBM kann seinen Umsatzschwund nicht stoppen. Die Umsätze sanken im 1. Quartal um 2,8% auf 18,16 Mrd $. Damit gaben sie das 20. Quartal in Folge nach. Der Gewinn ging um 5,5% auf 1,75 Mrd $ zurück.

IBM folgt dem Trend weg von klassischer Software hin zu Anwendungen, die auf Servern fernab vom Kunden laufen. Der Umsatz in der Cloud-Sparte legte um rund ein Drittel auf 3,5 Mrd $ zu. Der Umbau vom Server-Hersteller hin zum Anbieter von Software und Services ist nach wie vor nicht abgeschlossen. So büßte IBM im Bereich Server und System-Software 16% des Umsatzes ein und erreichte hier 1,4 Mrd $. Der Bereich Technologie, der größte Umsatzposten, sank um 2,5% auf 8,2 Mrd $. Die Umsätze mit Cognitive Solutions, sprich Angeboten um die KI-Lösung Watson, stiegen um 2,1%. Bei den Global Business Services mit Beratung, Global Process Services und Application Management gingen die Umsätze um 3% zurück. Mit diesen neuen Wachstumsfeldern wurden in den vergangenen 12 Monaten zwar 35 Mrd $ umgesetzt und damit 42% des gesamten IBM-Umsatzes. Trotz dieses Wachstums ist IBM noch nicht in der Lage, die rückläufigen traditionellen Geschäftsfelder zu kompensieren. Starinvestor Buffett bewertet IBM aufgrund des zunehmenden Konkurrenzdrucks etwas niedriger als bei seinem Kauf vor 6 Jahren und hat rund 30% seiner Papiere des IT-Konzerns verkauft.

Von ihrem starken Kursrutsch Anfang des Jahres konnte sich die Aktie bislang nicht erholen. Eine schnelle Rückkehr zum Wachstum ist nicht in Sicht.

Analyse, im Juli 2017

Portrait:

IBM (International Business Machines) bietet als weltweit führender IT-Konzern eine breite Palette von Dienstleistungen (Outsourcing, Webhosting), Lösungen, Software und Technologien bis hin zu Finanzierungen an. Die Produktpalette umfasst Hardware (Workstations, Server, Mainframerechner, Drucker, Mikroelektronik, Speichersysteme, Netzwerke), Software (E-Commerce, Datenbanken) und Dienstleistungen im IT-Bereich. HV: April 2018