Kone

Kone hat auf den ersten Blick schwache Halbjahresergebnisse präsentiert. Der Umsatz stieg nur um 1,4%. In diesem Tempo sind auch die beiden Sparten gewachsen. Der Gewinn ging sogar um 17% zurück, und die operative Marge verringerte sich von 13,6 auf 11,3%. Überzeugt hat allerdings die Auftragslage, die sich nach einem schwachen Jahresauftakt im 2. Quartal wieder deutlich verbessert hat. Entsprechend konnte Kone für das 1. Halbjahr beim Auftragseingang einen Anstieg von 1,5% auf 4,03 Mrd € melden. Der Auftragsbestand wuchs um 2,1% auf 7,9 Mrd €. Auch die um negative Wechselkurseffekte bereinigten Wachstumsraten kamen an der Börse gut an. Danach sind der Umsatz um 6,5% und der Auftragseingang um 6,6% gestiegen.

Die weitere Entwicklung schätzt das Management positiv ein. Im Neugeschäft erwartet der Konzern in China eine stabile Entwicklung und in den anderen Regionen mindestens leichtes Wachstum. Hohes Wachstumspotenzial bietet dagegen das Service-Geschäft. Zum einen müssen viele Anlagen modernisiert werden, zum anderen sorgen regelmäßig notwendige Wartungsarbeiten für kontinuierliche Mittelzuflüsse. Andererseits bremsen der starke Euro sowie hohe Rohstoff- und Restrukturierungskosten die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Gegen Jahresende dürfte der Margendruck aber nachlassen, wenn Preiserhöhungen und die Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung Wirkung zeigen.

Gerüchte über einen Verkauf der hoch profitablen Aufzug-Sparte von thyssenkrupp an Kone haben die Beteiligten bisher nicht kommentiert. Käme es dazu, würde Kone zum Marktführer aufsteigen.

 

Der Konzern wurde 1910 als Aktiengesellschaft in Finnland gegründet. Nach einer mehr als 110-jährigen wechselvollen Geschichte gehört Kone heute zu den weltweit führenden Anbietern von Komplettlösungen rund um Aufzüge und Rolltreppen sowie innovativer Lösungen für Modernisierung und herstellerunabhängige Rolltreppen- und Aufzugswartung. Mit dem Service für automatische Türen und Tore rundet Kone das Portfolio ab. HV: Februar 2019

2018-08-05T14:38:43+00:00

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