Krones

Nach einem schwachen Jahresauftakt ging es im 2. Quartal wieder aufwärts. Dennoch konnte Krones den Rückstand nicht vollständig aufholen. Zwar stieg der Umsatz im 1. Halbjahr trotz negativer Wechselkurseffekte und einer abrechnungsbedingt sehr hohen Vorjahresbasis um 0,9%. Die Vorsteuermarge schrumpfte jedoch von 6,8 auf 6,3%, und der Gewinn ging um 7% zurück. Verantwortlich waren deutlich gestiegene Personal- und Materialkosten. Überzeugt haben die hohen Zuwächse bei Auftragseingang (+13% auf 2,01 Mrd €) und Auftragsbestand (+27% auf 1,46 Mrd €).

Angesichts der starken Auftragslage mit einer Book-to-Bill-Ratio von 1,1 dürfte sich das Wachstum in den kommenden Quartalen weiter beschleunigen. Hinzu kommt: Im Mai hat Krones die Preise für Maschinen und Prozesstechnik um 4,5% angehoben. Da es seitens der Kunden keinen Aufschrei gab, sollte sich diese Maßnahme ebenfalls positiv auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung auswirken. Entsprechend hat Krones auch die Jahresziele bestätigt: ein Umsatzwachstum von 6% und eine Vorsteuermarge von 7%. Bis 2020 will Krones die Marge auf 8% steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, will Krones Teile der Produktion nach Ungarn, China und Nordamerika verlagern sowie die Modularisierung und Digitalisierung der Produktion vorantreiben. Wachsen will Krones im Wesentlichen organisch. Lediglich in der Getränkeherstellung (Prozesstechnik) sind kleinere Zukäufe geplant, um das Angebot zu erweitern.

Die Aktie ist im historischen Vergleich nicht zu teuer und hat sich zuletzt wieder etwas besser entwickelt als der Sdax.

 

Der Spezialmaschinenbauer hat sich in den vergangenen Jahren zum Weltmarktführer für Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen entwickelt. Das Leistungsspektrum reicht von der PET-Flaschenproduktion über die Abfüllung bis zur Versiegelung und Etikettierung. Zum Kundenkreis gehören Brauereien sowie Unternehmen der Nahrungsmittel-, Kosmetik-, Pharma- und chemischen Industrie. HV: Juni 2019

2018-08-05T14:35:53+00:00

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