Nike

Hochpreisige Modelle, der Direktverkauf an Kunden und eine Partnerschaft mit Amazon haben Nike zurück in die Spur gebracht.

Nike hatte zuletzt unter der starken Konkurrenz von adidas oder Newcomern wie Fanatics und unter Pleiten von Sportartikel-Händlern wie Sports Authority und Sports Chalet gelitten. Auf seinem wichtigsten Markt Nordamerika konnte Nike seinen Umsatz im 4. Quartal 2017 um rund 2,8% steigern und damit deutlicher als vom Markt erwartet. Dies war der erste Zuwachs dort seit einem Jahr. Der Gewinn stieg um knapp 13% auf 1,14 Mrd $. Auch der Umsatz legte um rund 13% auf 9,8 Mrd $ zu. Das gute Abschneiden in China und auch die hohe Marge werten wir als positive Signale für starke Märkte und geringen Preiskampf. Der Nike-Chef baut auf Innovationen bei seinen Nike-Air-Sportschuhen, die gegen den adidas Boost antreten sollen. Mit seinen neuen Modellen Air Max 270, VaporMax und Epic React verfügt Nike über die drei Bestseller bei Frauen-Sportschuhen jenseits der 125-$-Marke. Fußball war mit 2,15 Mrd $ im abgelaufenen Geschäftsjahr nur für 7% der Nike-Umsätze gut – obwohl der Konzern in der weltweit beliebtesten Sportart mit hohem Einsatz versucht, die Vorherrschaft von adidas zu brechen. Nike äußerte sich optimistischer als bislang zu dem erwarteten Umsatzzuwachs für das jüngst begonnene Geschäftsjahr 2018. Zudem wurde ein neues Programm zum Aktienrückkauf im Volumen von 15 Mrd $ angekündigt. Beides kam bei den Investoren gut an.

 

Nike ist das größte Sportartikelunternehmen der Welt. Die Marktkapitalisierung ist fünfmal so hoch wie beim schärfsten Konkurrenten adidas. Die Gesellschaft lässt ihre Produkte – darunter zunehmend Bekleidung, Artikel und Zubehör für Sport und Freizeit – von vielen hundert Vertragspartnern in Billiglohnländern herstellen. Das Unternehmen wurde 1962 gegründet und 1972 nach der griechischen Göttin des Sieges benannt. HV: 21.9.2018

2018-08-05T14:30:41+00:00

About the Author: